Fortbildung in Traumasensibles Yoga bei TSY Ingradual mit Joachim Pfahl/Angela Dunemann/Regina Weiser

In März 2020 durfte ein weiteres Stückchen Erfahrung in mein Schatzkästchen landen – dieses Schatzkästchen, wo seit sechs Jahren verschiedene Disziplinen zusammenfließen, die deren Platz in meinem Weg finden und mich bei der Suche meines Platzes helfen.

Im Laufen der sich in drei Modulen unterteilenden Fortbildung in Traumasensibles Yoga (bei TSY ingradual Dunemann-Weiser-Pfahl GbR) durfte ich zuerst vom tief fundierten Wissen (und liebevollem Humor!) von Joachim Pfahl profitieren, schließlich hatte ich das Vergnügen, das unschätzbare Herzoffenheit und Kompetenz von Angela Dunemann zu erleben. Also, noch eine Schichte tiefer ins Yoga.

Mein Körper freut sich einfach auf und über Yoga, egal ob Vinyasa oder Yin. Das braucht man nicht erklären und war mir seit der ersten Klassen klar, und ich freue mich über jede Klasse, die ich unterrichten darf. Und doch…Ein Aspekt war doch für mich bisher noch nebelig: verschiedene Leuchten funkelten hier und da und ich wusste, die seien vernetzt, aber die Verbindung konnte ich nicht begreifen.

Über meine Begegnung mit der biodynamischen Körpertherapie hatte ich ein neues, anscheinend ganz einfaches Konzept kennengelernt. Ich durfte in der Biodynamik immer wieder erleben (und erstaune auch darüber, immer wieder) die tief greifende, mächtige Wirkung der -anscheinend selbstverständlichen, aber tatsächlich unverzichtbaren- Grundhaltung des Raum-geben, da-sein, und einem anderen Menschen an diese Stelle eine sichere Ort schaffen. Eine ganz besondere Ort wo der Ausdruck erlaubt ist und das, was unterdrückt werden musste, endlich auftauchen darf (muss aber nicht, was unglaublich wichtig ist).

Manchmal braucht es auch nichts Spektakuläres sein, eine einfache Bewegung, ein Impuls, eine innere Pulsation wieder spüren.

Es sind aber Tropfen, die einen Ozean schaffen. Aber wie lässt sich das mit Yoga verbinden? Erst durch Traumasensibles Yoga habe ich ganz deutlich die Verbindung zwischen diesen Aspekten erfahren können. Die raumgebende und raumhaltende Präsenz einer Bezugsperson (wie es in dem biodynamischen Prozess genannt wird) trägt unverzichtlich dazu bei, dass man aus der Spaltung der infolge eines Trauma dissoziierten Erfahrung, aus dieser manchmal klaustrophobischen Enge seinen Weg zurück in eine heilsame und geheilte Verbindungsart finden kann.

Mir ist plötzlich klar geworden, nicht schon wie wichtig diese Präsenz ist, um jemanden da zu holen, wo er oder sie gerade ist (noch ein Grundprinzip der Biodynamik), sondern wie diese sich auf die Yogamatte übertragen lässt. In der Biodynamik genauso im TSY befreunden wir den Widerstand und schreiben nichts vor: wir zwingen nicht.

Auf der (traumasensiblen) Yogamatte werden durch zwei Menschen eine Beziehung und einen Raum geschafft, wo der Psyche-Soma sich ausdrücken darf, und jeder sich Stück nach Stück von seiner in den Zellen gespeicherten Panzerungen befreien kann.

Sogar die modernste Tendenzen im Bereich Psychologie (ich denke an Peter Levine) begreifen stets die Relevanz der Rolle eines Zeugen für den (selbst-)heilenden Prozess, der den vollen Potenzial des Vagus wieder aufweckt.Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen und hoffe, diese in die Welt bringen zu können – oder zumindest auf die nächst liegende Yogamatte.

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